Archiv: Januar 2011
Die Wiener Zeitung wird mit Zwangsinseraten künstlich am Leben erhalten. Die Unternehmen haben davon gar nichts – außer Kosten.
Ja, die Worte "Entbürokratisierung", "Verwaltungsvereinfachung", "Entlastung" oder gar "Einsparung" sind derzeit sehr beliebt in Österreich. Übertroffen werden sie nur noch vom Begriff "Reform", der in keiner Sonntagsrede eines Politikers fehlen darf, der halbwegs am Puls der Zeit sein will. Wie schwer es allerdings sein wird, nennenswerte Erfolge im Pensions-, Sozial- und Gesundheitssystem zu erreichen, zeigt folgendes Beispiel, das genauso gut in Schilda spielen könnte.
Die Wirtschaftskrise war eine Watsche. Sie hat den Betrieben viel Substanz gekostet und Milliarden der öffentlichen Hand verschlungen – Milliarden, die uns noch lange in Form von Schulden begleiten werden.
Die Krise war allerdings auch eine Feuerprobe für den Standort Tirol. Wir haben gesehen, dass wir mit dem Tourismus ein Standbein mehr haben, das uns entsprechende Stabilität verleiht. Wir haben gesehen, dass die vielen kleinen und mittleren Betriebe im Land alles unternehmen, um ihre Mitarbeiter über konjunkturelle Wellentäler zu tragen. Wir haben gesehen, dass unsere Großbetriebe äußerst verantwortungsvoll mit Kurzarbeit umgegangen sind und mit den wieder gefüllten Auftragsbüchern nun die Normalität wieder eingekehrt ist.
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