Ideen für Innsbruck

 

Die Idden für Innsbruck habe ich 1998 zusammengefasst. Etliche Dinge davon sind heute, im Sommer 2010 , 12 Jahre später schon umgesetzt worden, vieles davon harrt aber noch als Idee der Verwirklichung.

Ich suche mutige und innovative Menschen, die diese Ideen mittragen und unterstützen und mithelfen, unser Innsbruck zur tollsten, coolsten, innovativsten und besrt besuchten Hauptstadt der Alpen zu machen. Die "PS" haben wir unter der Haube. Wir müssen sie nur noch auf die "Strasse bringen".

Geben wir also Gas. Hier die Ideen aus dem Jahr 1998.......

Version 1.7.98
Lösungsansätze und Visionen für Innsbruck
Auf die aktuelle Situation möchte ich nicht besonders eingehen, weil ich davon ausgehe, daß sie bekannt ist. Ich möchte aber , aufbauend auf der aktuellen Situation, einige konkrete Lösungsansätze anbieten. Ich will auch nichts krank-jammern. Alles was man krank-jammert, das wird dann früher oder später sicherlich einmal krank. Für mich ist Innsbruck eine wunderschöne Stadt mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Wir haben die PS unter der Haube, um ganz toll und einzigartig zu werden, auch wirtschaftlich!
Faktum ist, daß es in unserer Innenstadt, wie übrigens viele andere auch, nicht so richtig funktioniert. Warum entleert sich das Zentrum abends so schnell und warum sind Samstags, speziell am Nachmittag alle Konsumenten in den Einkaufszentren und nicht so sehr in der Innenstadt?
Ich nenne Ihnen einige Gründe, die ich für maßgeblich halte:
Falsch verstandener Stadtbildschutz . Daß Sie mich nicht falsch verstehen. Der Stadtbildschutz/Denkmalschutz hat uns viele wunderbare Kulturgüter erhalten, ohne die unser Innsbruck nicht so schön wäre. Aber man hat keinen Mut zu modernen Glasfassaden bei älteren Häusern, zu modernen Leuchtschildern und Materialien. Keinen Mut zu tollen Lichteffekten. Eine liberale Haltung , wie sie z.B. in Italien oder Frankreich möglich ist, ist ....bei uns und z.B. auch in Deutschland praktisch (noch!) unmöglich. Aktuell dazu: Heute in der TT ..... Häuser, häßliche Häuser aus den 20er Jahren stehen unter Denkmalschutz und die Bewohner müssen ihre neu eingebauten Fenster wieder herausreißen! Ein Irrsinn, oder, wie es die T.T. augedrückt hat: Schilda in den Alpen.
Falsch verstandene Verkehrsberuhigung. Wir verbannen aus ideologischen Gründen den Verkehr und prügeln den Konsumenten quasi in die Einkaufszentren an der Peripherie. Immer noch versucht man, Stadtkerne ( nicht nur in Innsbruck) ruhig zu stellen, mit den verschiedensten Stolpersteinen, wie Umleitungen, Verkehrsverboten, hohen Parkgebühren, Tempo-30 Zonen, verkehrshemmenden Ampelschaltungen, lückenloser Kontrolle der Parkzeiten, Busspuren auf denen nur alle halben Stunden ein Bus verkehrt, Geh-und Radwegen, die breiter als die Fahrbahnen sind, etc ....
Wir versuchen, den Leuten systematisch die Freude an der Stadt zu nehmen. Politiker meinen immer noch, sie tun den Bürgern damit etwas Gutes. Sie meinen, Verkehrsberuhigung sein ein Mittel zu mehr Lebensqualität und übersehen dabei, daß die Innenstadt kein Mittel der Lebensqualität ist, sondern der lebende Magnet einer Stadt. Beruhigen muß man Wohnviertel, Krankenhausviertel, Flächen um Kindergärten und Schulen, aber in der City müssen wir so lebendig wie möglich sein.
Wundern wir uns also nicht, daß das nächste Problem, die Zentren und Fachmärkte mit Freiparkplätzen draußen auf der grünen Wiese so florieren. Sie erzeugen wesentlich mehr Verkehr, weil dort keiner zu Fuß zum Shoppen kommt. Die dort entstehenden neuen Arbeitsplätze vernichten längerfristig in den Stadtkernen in etwa das Vierfache an Arbeitsplätzen im Bereich Handwerk, freie Berufe, Handel und Gastronomie.
Was können wir tun? Was sollten wir tun?
Nur eine beschränkte, maßvolle Fußgängerzone.
Mutige architektonische Lösungen.
Nur mehr sinnvolle Erweiterungen an der Peripherie und keine neuen Monsterprojekte mehr.
Mut zu mehr Verkehr und damit mehr Leben in der Innenstadt. ( Keine Verkehrverdünnung im Bereich obere Maria-Theresienstraße, Marktgraben, Burggraben und Museumstraße, Öffnung des Bereichs Boznerplatz. Wir haben unsere Stauzonen nur um etliche Häuserblocks zum Schaden der Innenstadt verschoben.)
Möblierung der Fußgängerkernzonen mit optimaler Beleuchtung, Kundenführungen von den Parkplätzen, viele Ruhebänke, Straßencafes, Passagen ( Hörtnagl!), Beleuchtung der Fassaden, Blumen, Springbrunnen, Kinderspielplätze, Telefonhäuschen, usw. ...... einfach mit all den Dingen, die als Möblierung in den Einkaufszentren optimal den Kundenwünschen entsprechend, gelöst sind.
Das Umfeld unserer Stadt und der Wirtschaftsmix stimmen in Innsbruck. So haben sich in der Rossau viele neue Betriebe mit vielen, vielen Arbeitsplätzen angesiedelt. Wir haben gute Betriebsstrukturen in der Reichenau, im Bereich Hallerstraße und im Westen der Stadt. Wir sind ein wichtiger Bankenplatz und wir haben einen sehr guten und noch weiter ausbaufähigen Tourismus in unserer Stadt. Unser Gold ist auch die Nordkette, unsere einzigartige Altstadt, das Kulturangebot und unsere Lage im Herz der Alpen. Wir haben riesige wirtschaftliche Chancen und alle Voraussetzungen für eine blühende Wirtschaft auch in Zeiten wie diesen. Nehmen wir also Visionen und Geld in die Hand, um Innsbruck und damit auch die Wirtschaft dieser Stadt fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen.
Ich nenne ihnen nur einige Visionen, deren Realisierung zumindest denkmöglich ist und die Innsbruck einzigartig und extrem attraktiv machen könnten:
Der Nordkettenexpress ( in 5 Minuten vom Goldenen Dachl zum hochalpinen Alpenpanaroma)
Der Innexpress ( eine Ein-Schienenhochbahn entlang des Inns vom olympischen Dorf bis Kranewitten, die Wohngebiete - O-Dorf, Reichenau, Hallerstraße- , Nordkettenbahnen, Altstadt, Innenstadt, Universität, Flughafen und Freizeitpark-Völs genial verbindet)
Schiffbarmachung des Inns mit Panorama-Sightseeing-Booten und z.B. einem fix verankerten Restaurantschiff auf Höhe Congresshaus/Altstadt (Vorbild Paris /Seine)
Das Hochauscafe/Restaurant feiert wieder Auferstehung und mit ihm ein nächtlicher Panoramablick über unser Innsbruck.
Der Tivolilift ( eine Hochbahn, die Fachleute nennen diese neue Bahnen People-Mover zwischen dem Sport und Freizeitzentrum und Buszentrum Tivoli mit dem Bahnhofsgelände/Südtirolerplatz ( Vorbild Flughafen Miami/Florida)
Die Bergisel-Gondelbahn vom Tivoli zum Bergisel als Kulturzentrum ( Haus der Alpen und Veranstaltungsarena)
Überdachung eines Teiles der Anichstraße (Vorbild Mailand / Scala)
Bepflanzung der Meranerstraße und der oberen Maria Theresienstraße mit Bäumchen entlang des Landhauses.
Beleuchtung eines Teiles der Nordkette im Bereich Hefelekar - Frau Hitt ( eine einzigartige Weltsensation, die Tausende, bei schönem Wetter allein von der Autobahn aus sehen)
Jährliche Maximilian-Festspiele vor dem Goldenen Dachl in Form eines Ritterkampfes, hoch zu Roß, bei dem Reiter,. Die Tiroler Bezirke kämpfen gegen einander, in historischen Gewändern mit Langlanzen sich gegenseitig vom Pferd zu stoßen versuchen. Eine Atraktion für Innsbruck mit Vorfeldsynergien in allen Bezirken des Landes ( Vorausscheidungskämpfe). Sinnvollerweise in Verbidung mit gastronomisch-Kulinarischen Wochen und Gerichten aus der Zeit der Ritter.
Ein Haus der Alpen als „Drive-In-Museum“ gestaltet entlang der Autobahn im Bereich Ampaß.( Man fährt auf einem Förderband,im Auto sitzend, wie in der Geisterbahn am Rummelplatz oder in einer Autowaschstraße durch Schneestürme, erlebt akustisch die Naturgewalten, sieht die Schönheit der hochalpiner Tierwelt, wird in die Zeit Maximilians zurückversetzt etc.... Glauben Sie nicht auch, daß eine solche Attraktion and der hochfrequentierten Inntalautobahn eine exzellente Werbung und zugleich ein geschäftlicher Erfolg sein muß?
Künstler- Studenten- und Kulturviertel auf und in den restaurierten Flächen und Gebäuden des ehemaligen Weyrer-Areals ( Cafes, Studenten-Lofts, Künstler-Ateliers, Kellertheater, Restaurants, vielleicht auch zwei Kleinhotels, Kino, Freizeiteinrichtungen, Fitness-Studio, Flohmarkt 2x pro Woche, usw. ) Vorbild Quartier Latin und Montmatre, Paris)
Maximilianmarkt am Marktvorplatz ( derzeit bekannt als Steinwünste und Riesenhundeklo): Hier stelle ich mir einen fixen Markt mit schön gebauten, fixen Holzständen ( Vorbild Münchner Viktualienmarkt in einem hochwärtigen, qualitätsvollem Ambiente)) vor mit einem Produktmix aus Tiroler-Gusto-Jausenständen, Tiroler Handwerk und Kleinkunst, und vielen landwirtschaftl. Produkten mit Marke Tirol vom Speck, über Schnaps zu heimischem Qualitätsfleisch, Würsten, und alles was unser Land an besonderen Naturprodukten hervorbringt.
Es gibt auch genügend Ideen für den Großraum Innsbruck: z.B. Prachenzky mit dem Karwendelpark ( bayrisch-tirolisches Projekt rund um den Karwendel mit Salzbergwerk/Schaubergwerk, Verlängerung mit Tunnel der Achenseebahn in die Eng. Badesee Aschensee, Wanderweg Kar- Scharnitz, etc.etc. ....
Möglichkeiten haben wir genug. Wir müssen sie nur in die Tat umsetzen.
Ich sehe irre Chancen für dieses Innsbruck. Packen wir es an. Nicht alles an einem Tag, aber mit klaren Zielen und einem Terminplan.
Wenn das Umfeld stimmt, entsteht die Kraft des positiven Denkens, entsteht eine Aufbruchsstimmung bei den Bürgern und den Unternehmern, floriert die Wirtschaft und entwickelt sich Kultur und Stadtgefühl.
Ich weiß, daß einige meiner Ideen kühn klingen und in der Verwirklichung auf Einwände und Widerstand stoßen ( Geld, Naturschutz, Einzelinteressen...), aber ich finde, man muß das Unmögliche träumen, um das Mögliche zu erreichen. Mich interessiert nicht, warum es nicht geht, sondern nur, wie es geht!
Kennen Sie Mike Fosbery? Ein Amerikaner? Nein? Er war jener Sportler, dem es in den Sinn gekommen ist, genau verkehrt über die Hochsprunglatte zu springen, und siehe da, er sprang höher als alle anderen vor ihm! Was hindert uns, auch einmal nach diesem Muster zu denken?

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Themen: Politik Innsbruck

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